Minireförmchen in Sicht – aber nur für Busbahnhöfe
Das bayerische Ladenschlussgesetz soll nun dahingehend geändert werden, dass auch in Busbahnhöfen ein Einkaufen rund um die Uhr ermöglicht wird. Hintergrund ist, dass im neuen Zentralen Omnisbusbahnhof (ZOB) in München die Geschäfte derzeit nur bis 20:00 öffnen dürfen. Busbahnhöfe sollen daher nun den normalen Bahnhöfen gleichgestellt werden.
Quelle: Münchner Merkur
Kommentar: Wenn man tatsächlich das bayerische Ladenschlussgesetz ändert, sollte man die Gelegenheit nutzen, ein paar zusätzliche Freiheiten einzubauen. An eine weitgehende Freigabe der Ladenöffnungszeiten wage ich schon gar nicht mehr zu denken.

ZOB an der Hackerbrücke in München. Kann man hier bald rund um die Uhr einkaufen? © Peter von Bechen / Pixelio
Für einen Trackback auf diesen Post fügen Sie die folgende URL in Ihr Blogsystem ein: http://www.ladenschluss-bayern.com/blog/wp-trackback.php?p=350

18. September 2009 um 10:33
Nur nicht aufgeben. Irgendwann kann sich auch Bayern nicht mehr verschließen. In Sachsen gehts anscheinend mit ähnlich rasantem Tempo voran - dort wurde im Koalitionsvertrag zwischen CDU und FDP festgehalten, das zumindest die Videotheken Sonntags öffnen dürfen.
18. September 2009 um 12:51
In Sachsen dürfen ja die Läden immerhin bis 22:00 öffnen. Die FDP wollte aber mehr erreichen. Offenbar ist die FDP inzwischen mit den winzigsten Zugeständnissen zufrieden, um an die Macht zu kommen.
In Bayern lief es ja so ab: Die FDP wollte eine vollständige Freigabe der Ladenöffnungszeiten Montag-Samstag. An Sonntagen sollten die Gemeinden entscheiden, wie der Ladenschluss gehandhabt wird. Der Kompromiss sah dann so aus: Der Ladenschluss in Bayern bleibt der restriktivste in Deutschland, es wird rein gar nichts geändert, dafür darf die FDP in die Regierung. Ich würde sagen: Gut verhandelt, danke liebe FDP!