Schluss mit der Ladenschlussdebatte? Wie geht’s weiter in Bayern?

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24/7
In Bayern für Läden streng verboten. Bayern bleibt Schlusslicht beim Ladenschluss. Foto: mag3737 / Lizenz siehe: flickr

Bayern hat eines der strengsten Ladenschlussgesetze weltweit. In Deutschland wurde der Ladenschluss längst reformiert. In 14 Bundesländern kann man werktags bis 22 Uhr oder länger einkaufen. Nur in Bayern und im Saarland heißt es spätestens um 20 Uhr „Schotten dicht!“. Muss das sein und bleibt es dabei? Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat in letzter Zeit mehrfach sein Gelübde erneuert, solange er Ministerpräsident bleibe, werde sich am Ladenschluss nichts ändern. Es kann derzeit davon ausgegangen werden, dass Seehofer noch einmal volle fünf Jahre das Amt des Ministerpräsidenten bekleiden wird. Die CSU liegt trotz Verwandtenaffäre in den Umfragen bei 46 %. Das würde wohl sogar für eine Alleinregierung reichen. Denn wenn einige Parteien an der 5 %-Hürde scheitern, profitieren die größeren Parteien und erhalten prozentual mehr Sitze. Die FDP liegt bei 4 %. Die Liberalen wollen noch einmal mit dem Ladenschluss-Thema in den Wahlkampf ziehen. Doch keiner glaubt daran, dass eine geschwächte FDP in den Koalitionsverhandlungen was in puncto Ladenschluss erreichen kann, zumal ja Seehofers Schwur im Wege steht. Das bedeutet sehr wahrscheinlich, dass es weder mit noch ohne eine mitregierende FDP Bewegung beim Ladenschluss geben wird. Eigentlich wollte ja Christian Ude (SPD) Ministerpräsident werden. An solch ein Wunder glaubt er aber wohl nicht mal mehr selbst. Seine Partei liegt in dem Umfragen bei deprimierenden 20 %. Schlimmer: Auch Ude und die bayerische SPD gelten nicht als Befürworter einer Ladenschlussliberalisierung. Selbst ein Wunder würde also nicht helfen.

Aus dieser Perspektivlosigkeit heraus wird hier die Berichterstattung weiterhin auf Sparflamme gefahren. Sobald sich etwas bewegt (negativ wie positiv – man denke an die zurückgenommene Tankstellenverordnung, bei der die CSU allen Ernstes Bier (und anderes) außerhalb der gesetzlichen Ladenöffnungszeiten nur noch an Autofahrer und Mitfahrer verkaufen wollte und dabei auch noch bei der Umsetzung neue Rekorde in der Disziplin „Lächerlichkeit“ aufstellte), wird hier wieder tiefer eingestiegen. Der Blog wird also nicht eingestellt.

28 Gedanken zu „Schluss mit der Ladenschlussdebatte? Wie geht’s weiter in Bayern?“

  1. Ich habe noch die Hoffnung, dass die FDP (wie im Januar in Niedersachsen) auch in Bayern ein überraschend gutes Ergebnis hinlegt und so mit größerem Einfluss in die Koalitionsverhandlungen geht.

    Außerdem tut sich noch was an der Tankstellen-Front: Der Esso-Konzern hat eine kleine Tankstelle mit einem Anwalt vor Gericht geschickt. Die Sache wandert gerade vom Amtsgericht Augsburg an das Oberlandesgericht in Bamberg:

    http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/An-der-Tankstelle-Bier-kriegt-nur-wer-weit-mit-dem-Auto-faehrt-id25271666.html

    Möge Herrn Seehofer sein peinliches Gelübde, seine Tankstellenregelung und das antiquierte Ladenschlussgesetz von 1956 in einem für ihn möglichst unpassenden Moment mit einem lauten Knall um die Ohren fliegen.

    1. Selbst wenn die FDP ein gutes Ergebnis erzielt und die CSU die absolute Mehrheit verfehlt, wird das FDP-Ergebnis mit großer Sicherheit schlechter ausfallen als bei der letzten Landtagswahl. (Damals bekamen sie 8,0 %, was extrem viel war, da die FDP in Bayern traditionell in aller Regel ungewöhnlich schlecht abschneidet. 2003 waren es z.B. gerade mal 2,57 %, 1998 katastrophale 1,66 %.) Damit hätte die FDP keine bessere Ausgangsbasis als beim letzten Mal. Warum sollte sie es jetzt durchsetzen können?


      Landtagswahlen in Bayern

      Quelle: Wikipedia http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Landtagswahl_Bayern_seit_1946.png

      Klar, es könnte wegen der Tankstellensituation notwendig werden, dass Bayern ein eigenes Ladenschlussgesetz verabschieden muss. Vor allem, wenn die CSU alleine regiert, wird dies aber m.E. bedeuten, dass man ähnlich wie das Saarland zwar ein eigens Gesetz macht, aber mit einem werktäglichen Ladenschluss um 20 Uhr. Schon einmal weil das Gelübde Seehofers im Weg steht. Zwar halten Politiker ihre Zusagen oft nicht ein. Auch kann es nicht sein, dass eine Person für viele, viele Jahre alleine bestimmt, was in Bayern geändert und nicht geändert wird. Auch nicht, wenn sie Ministerpräsident ist. Aber wenn man die Lage mal ehrlich analysiert, ist die Stimmung für eine Liberalisierung so schlecht wie nie. Sorry, aber ich kann nichts Optimistischeres sagen…

  2. Es ist schon sehr traurig, dass sich hier nicht endlich was aendert. Es geht ja nicht um den gesamten Einzelhandel sondern eigentlich nur um die Supermaerkte. Und da waere es endlich mal ein fortschritt, vorallem man kann ja sehen wie es sonst wo laeuft. Es gibt nur vorurteile fuer alle. Und die paar leute die dann spaeter arbeiten. In jedem anderen Bereich interessiert es auch keinen. Aber nö in bayern sollen die leute doch einfach teuer an tankstellen einkaufen. Ich koennte kotzen wirklich !
    War letztens in berlin bei Real um 22 uhr und wir mussten ne halbe stunde warten weil die schlange so lang war. 😉

    1. Wie Ulrich geschrieben und mit dem Link

      http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/An-der-Tankstelle-Bier-kriegt-nur-wer-weit-mit-dem-Auto-faehrt-id25271666.html

      gezeigt hat, ist auch der Tankstellenverkauf erneut in Gefahr. Der Verkauf wird derzeit in großen Teilen Bayerns nur toleriert. Wenn man das Bundesladenschlussgesetz wörtlich auslegt, darf an Tankstellen außerhalb der gesetzlichen Ladenöffnungszeiten nur an Reisende verkauft werden, die eine größere Entfernung zurückgelegt und mit einem motorisierten Kraftfahrzeug vorgefahren sind. Verkauft werden darf so gesehen nur Reisebedarf in geringen Mengen. Es ist möglich, dass die Tankstellendiskussion bald wieder von vorne beginnt. Optimistisch, dass sich daraus ein liberaleres Gesetz ergibt, bin ich nicht, zumal, sollte es notwendig werden, die CSU zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich wieder alleine regieren wird. Man kann hier nichts tun, nur resignieren. Ein Volksbegehren halte ich für nahezu aussichtslos. Für dieses bräuchte man eine riesige Unterstützung, auch eine finanzielle, die nicht da ist. Auch die Grundstimmung in der Bevölkerung ist nicht entsprechend.

  3. Ich denke, dass Seehofer in dieser Sache gar keine eigene Meinung hat bzw. mit längeren Öffnungszeiten sehr gut leben könnte (er hat sich ja sogar als Tankstellenshop-Kunde nach 20 Uhr geoutet). Er hat aber Angst vor einer Abstimmungsniederlage, weil seine eigene Partei in der Frage längerer Öffnungszeiten ja gespalten ist. Also versucht er, jede Diskussion schon im Keim zu ersticken („Gelübde“) und schiebt den Schutz von Arbeitnehmern und kleinen Geschäften als Scheinargumente vor.

    Kurioserweise gibt es in der selben CSU keinerlei Widerstand, wenn es um Milliardenzuschüsse für den Internet-Ausbau in Bayern geht, obwohl die Internetshops bekanntlich eine viel größere Gefahr für kleine Händler sind und keinerlei Ladenschluss haben. Konsequenterweise müsste man die in Bayern ansässigen Internetshops eigentlich zur Einhaltung der Ladenschlusszeiten verdonnern. Aber Online-Aktivitäten werden vom Ladenschlussgesetz offenbar nicht erfasst. Sonst könnte sich Bayern an dieser Stelle mal richtig lächerlich machen und würde vielleicht endlich aufwachen.

    Enttäuscht bin ich von den großen Handelsketten, die sich offenbar mit der bestehenden Regelung bequem arrangiert haben. Dabei dürfte ihnen gerade in Grenzgebieten vor allem zu Hessen, Ba-Wü und Tschechien jede Menge Kaufkraft verloren gehen, weil der abendliche Einkauf eben jenseits der Grenze stattfindet – und in Tschechien auch sonn- und feiertags.

    Nun gut, ich gebe die grundsätzliche Überzeugung nicht auf, dass sich auch Bayern den Bedürfnissen einer modernen Dienstleistungsgesellschaft des Jahres 2013 nicht dauerhaft widersetzen kann. Dazu gehört eben auch ein Ladenschlussgesetz, das nicht mehr von den Lebensverhältnissen des Jahres 1956 ausgeht. Außer ein wenig Lobby-Arbeit im privaten Umfeld und in Internet-Foren bleibt mir wohl nur die Möglichkeit, FDP zu wählen und ihr ein hohes Ergebnis zu wünschen. Auch wenn das aus heutiger Sicht eher unwahrscheinlich sein mag.

  4. Ich denke nicht, dass den Großen Handelsketten viel dadurch verloren geht. Da es GENAU die selben Handelsketten sind die In hessen Bawue usw agieren. Das lächerlichste Argument ist immer der Schutz der kleinen Haendler und des Mittelstandes. Man sieht in allen anderen Bundeslaendern, dass normale Ladengeschaefte ( kleidung usw ), selbst iN berlin eigentlich alle immer um 20 uhr schliessen, wie in Bayern. Es sind NUR die supermaerkte, die die laengeren Zeiten nutzen. Und erzaehlt mir jetzt keiner es gaebe so viel Tante Emma Läden die dann bedroht währen. Genau solche gibt es wesentlich haeufiger in anderen Bundeslaendern wo man oeffnen kann wann man will.
    Jegliche Begruendung ist einfach an den Haaren herbeigezogen.
    ,

    1. Aufwand und Finanzierung sprechen dagegen. Da braucht man viel Geld und viele, viele Unterstützer. Selbst vom Einzelhandel kommen kaum Forderungen nach einer Liberalisierung. Wenn nicht von dort, von wo dann? Ich halte das für aussichtslos, zumal innerhalb von 14 Tagen eine knappe Million Bürger im Rathaus unterschreiben müssen. Für eine Sache, die schon mal schätzungsweise die Hälfte der Bevölkerung nicht will und die für weite Teile der anderen Hälfte offenbar nicht wichtig genug ist.
      Der Zug ist hier abgefahren. 2006-2008 war ein Zeitfenster, in dem die Liberalisierung politisch-gesellschaftlich möglich war, Bayern hat diese Möglichkeit ganz knapp nicht genutzt.

  5. Ich denke die Wahlen werden für die FDP genauso ausfallen wie letztes Jahr im Saarland.
    Ich hoffe es jedenfalls für ein solch erfolgreiches Bundesland wie Bayern.

  6. Ich kenne niemand der längere Öffnungszeiten möchte. Schon die bisherigen Verlängerungen werden teils nur sehr spärlich benutzt. In den meisten Supermärkten ist man beispielsweise Samstag Abends nicht selten der einzige Kunde.

    Ich habe gerade im HR eine Reportage gesehen, wie sich die längeren Öffnungszeiten dort ausgewirkt haben. Das Ergebnis, die großen Handelskonzerne weiten die Öffnungszeiten bis zum neuen erlaubten „Maximum“ aus, aus Konkurrenzdruck wie sie sagen. Tatsächlich haben die Reporter gezeigt dass sich flächendeckend fast keine Kunden in die noch nach 20 Uhr geöffneten Läden verlieren – die die einkaufen, kaufen v.a. Dinge die klassischerweise auch an „der Tanke“ gekauft werden. Chips für den Filmabend, solche Dinge.

    Es kann gerne bei den längeren Öffnungszeiten für Tankstellen bleiben. Wenn es eine größere Nachfrage nach Einkäufen zu dieser Zeit gäbe, die sich dann auch rechnet für den Händler, dann hätte sich in dieser „Marktlücke“ schon längst ein Geschäftsmodell a lá „24 h Supermarkt mit angeschlossener Alibi-Tankstelle“ entwickelt.

    So werden Mitarbeiter noch zu später Stunde vor Ort gehalten, werden Kosten verursacht die letztlich alle Kunden mitbezahlen müssen. Zu sagen „lasst den Markt machen, wenn es keiner will wird es ja auch nicht gemacht“ greift da aber einfach zu kurz, den inzwischen längst den Handel dominierenden großen Handelskonzernen mit ihren Filialen ist sowas egal, die machen das schon aus Imagegründen dann knallhart. Das „Geunke“ bezüglich dem Sterben von Inhabergeschäften ist deswegen sicherlich nicht mehr stichhaltig, weil das schon längst stattgefunden hat. Die erste große Ausweitung der Öffnungszeiten in den 90ern hat genau dazu geführt. Kein Ein-Mann-Betrieb, kein kleines Geschäft, konnte es sich leisten von 12 Stunden am Tag geöffnet zu halten. Also sind die Leute dann zu den Filialisten abgewandert, die im Zweischicht-System diese langen Öffnungszeiten bieten.

    Ich bin gespannt wann auch gefordert wird den Sonntag zum normalen Wochentag zu machen. Dann können wir 24 h und 7 Tage die Woche ackern um uns lauter Dinge zu kaufen die wir nicht brauchen und wieder was zum wegschmeißen zu haben. Volkskrankheiten Burnout etc. grassieren – egal, Konsumdisziplin bis zum Ende. Nein Danke! Hier muss ich sagen, zum Glück gehen die „Uhren in Bayern anders“.

    Nichts für ungut, ich respektiere Ihre Meinung, aber ich teile Sie nun einmal ganz und gar nicht.

    1. Ich kenne niemand der längere Öffnungszeiten möchte.

      Und ich kenne jede Menge. Damit kommen wir nicht weiter.

      In den meisten Supermärkten ist man beispielsweise Samstag Abends nicht selten der einzige Kunde.

      Das habe ich in der Anfangszeit, als auch am Samstag erstmals bis 20 Uhr geöffnet werden durfte, beobachtet. Inzwischen machen die Supermärkte gerade in der Zeit von 18.00 von 20:00 einen erheblichen Teil ihres Umsatzes, auch am Samstag. Ich kann das auch immer wieder beobachten.

      dann hätte sich in dieser „Marktlücke“ schon längst ein Geschäftsmodell a lá „24 h Supermarkt mit angeschlossener Alibi-Tankstelle“ entwickelt.

      Zum einen ist so was schon versucht worden, aber vor Gericht gescheitert.

      Zum anderen dürfen Tankstellenshops nicht alles verkaufen wie ein normaler Laden. Wenn man das Gesetz ganz streng auslegt, dann dürfte in diesen Shops nach 20 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen nur an Fernreisende (!), die mit dem Auto anfahren, überhaupt etwas verkauft werden – und auch nur Reisebedarf in kleinen Mengen. Das hatten wir alles schon mal, dann hat die CSU mit einer neuen Vollzugsverodnung die Lage erst einmal wieder beruhigt. Diese Vollzugsverodnung ist allerdings juristisch extrem wacklig, um es milde auszudrücken. Die ersten Kommunen fangen jetzt schon wieder an, den Verkauf in Tankstellenshops an Anwohner, Fußgänger, Radfahrer usw. nach 20 Uhr zu verbieten.

      Eine saubere Lösung wäre ein modernes Ladenschlussgesetz. Selbst wenn man bei den bisherigen Öffnungszeiten bliebe, sollte man zumindest eine juristische Konstruktion haben, die weitgehend rechtssicher ist. Da traut sich die CSU aber nicht ran, man wählt den Weg des geringsten Widerstandes. Solange sich nicht die Gerichte damit beschäftigen müssen, mag das ja funktionieren. Mutig und ehrlich ist es aber nicht.

  7. @Ericsen:

    Man könnte bei der Diskussion über die Ladenöffnungszeiten in Bayern ja auf den Gedanken kommen, man sei in unbekanntem, unkartiertem Gelände unterwegs.

    Ich wohne 50 km von Baden-Württemberg entfernt (leider etwas zu weit, um die bayerischen Verkaufs-Verbote regelmäßig zu umgehen). Dort wurden weder höhere Kosten auf irgendwas umgelegt (wir haben europaweit nach wie vor die günstigsten Lebensmittelpreise) noch ist dort von „Burnout“-Epidemien zu hören (diese merkwürdige Modekrankheit gibt es übrigens gar nicht). Man kann einfach abends entspannt etwas länger einkaufen. Bei Lidl oft bis 21 Uhr, bei Penny und Rewe bis 22 Uhr (vereinzelt bis Mitternacht). Es gibt kleinere Händler, die normal um 18 oder 20 Uhr schließen, aber ein paar Mal im Jahr die liberalen Regelungen für große Late-Night-Shopping-Events nutzen. Es gibt Ikea, die Donnerstag und Freitag länger offen haben. Jeder nach eigenem Bedarf, an der Kunden-Nachfrage orientiert. Für die Mitarbeiter wurden entsprechende Zuschläge ausgehandelt. Klappt alles wunderbar. Entspanntes Einkaufen ohne hektischen Blick auf die Uhr („Wir schließen gleich, bitte kommen sie zur Kasse“).

    Die bayerischen Öffnungszeiten sind offenbar schwerpunktmäßig an den Interessen von Rentnern, Arbeitslosen und klassischen Hausfrauen orientiert. Die 50er Jahre lassen grüßen – aus denen stammt das in Bayern gültige Gesetz ja auch. An mir geht die meiste Zeit der Ladenöffnung ungenutzt vorbei, da ich tagsüber arbeite.

    Der Sonntags-Einkauf ist in fast allen Ländern der Welt übrigens ebenfalls keine Sensation. Davon ist man in Deutschland ja noch weit entfernt. Kürzlich in Spanien erlebt: Lidl von 9-15 Uhr geöffnet. Kürzlich in Holland erlebt: Albert Heijn sonntags von 12-18 Uhr geöffnet. Ja und? Da wird, ohne merkwürdige philosophische Gedanken über den Sinn des Einkaufens ganz bequem, ohne Stress und ohne lange Schlangen am Sonntag nachmittag mit der Familie gemütlich eingekauft.

  8. Jetzt muss man zugeben, dass die Mentalität in anderen Ländern eine andere ist als in Deutschland.
    Wer würde denn jetzt zugunsten der Gesellschaft jeden Samstag und Sonntag freiwilig arbeiten gehen ?
    Die meisten würden einen schon bei dem Gedanken für verrückt erklären. Das sind dann aber auch die Leute die
    Freitags punkt 13 Uhr Feierabend machen wollen um am Wochenende bis Mitternacht einkaufen zu gehen.
    Jeder schafft es scheinbar einzukaufen, keiner ist bisher verhungert.
    In NRW wurde zu Pfingsten ein neues Gesetz erlassen das den Ladenschluss Samstags auf 22 Uhr verkürzt.
    Die meisten wollten das nicht wahr haben, Wir Verkäufer haben uns sehr gefreut.
    Fakt ist, dass jeder es schafft und daher wirklich keine Notwendigkeit vorhanden ist.
    Im Gegenteil sogar.
    Ericsen hat vollkommen Recht mit dem was er schreibt.
    Die Kosten die extra anfallen werden natürich auf die Waren aufgeschlagen. Der Inhaber zahlt das doch nicht aus eigener
    Tasche freiwillig und daher ist es den Kunden gegenüber unfair die dies nicht nutzen, aber mitbezahlen müssen.
    Ich kenne eine Menge Schichtarbeiter die sagen, dass die langen Öffnungszeiten eh nur denen dienen die genug Zeit haben.
    Ein Freund von mir ist selber Kraftfahrer und ist aus überzeugung schon gegen längere Öffnungszeiten.
    Es stimmt, dass die Großkonzerne dies nur anbieten wegen der Konkurrenz.
    Kein Inhabergeführtes Geschäft öffnet länger als bis 20 Uhr.
    Durch verlängerte Öffnungszeiten wurden extrem viele Existenzen zerstört anstatt gefördert.
    Die Innenstädte sind fast ausgestorben und haben jeglichen Charme verloren hier in NRW.
    Die Büdchen sind vor die Hunde gegangen. Von 10 haben 8 – 9 dicht gemacht.
    Die Kunden kaufen Abends auch meist nur Dinge die man hätte mal eben besorgen können irgendwann vor 20 Uhr.
    Paar Flaschen Bier, Chips und Zigaretten.
    Es ist nicht wirklich nötig, aber das muss jeder selber für sich entscheiden.
    In meinem Bekanntenkreis sind ALLE gegen die Langen Öffnungszeiten und aus solidarität ( Ein Wort das die meisten Menschen schon fast vergessen haben ) gehe ich grundsätzlich nie nach 20 Uhr in ein Geschäft.
    Zuschläge werden auch nur recht selten gezahlt. Redet nur keiner darüber.
    Das Gehalt ist sehr gering und wenn man eine Vollzeitstelle im Einzelhandel sucht dann kann man ewig suchen.
    Eine mit vernünftiger Bezhlung zu finden ist aussichtsloser als ein Lottogewinn.
    Vor der Ausdehnung der Ladenschlusszeiten war es einfach eine Vollzeit Stelle zu finden.
    Mittlerweile gibt es nur noch Teilzeit und 400 Euro Jobs.
    Und 400 Euro Jobern muss man keine Zuschläge zahlen oder warum findet man nur solche in den Abendstunden in NRW ?
    In der Theorie klingt es so toll, aber in der Praxis sieht die ganze Sache wieder anders aus.
    Ausserdem sollten dann alle an jedem Tag zu arbeit gehen wenn diese es auch von den Verkäufern verlangt.
    Getreu dem Motto : Verlange von keinem was das du selber nicht machst.

    Mfg Marcel

  9. Ach Marcel … „jeden Tag arbeiten gehen“ – das ist doch lächerlich. Ich bin auch im Dienstleistungsbereich und unsere Firma ist 24/7 für die Kunden da. Dennoch – oh Wunder – muss ich nicht 24 Stunden arbeiten. Billigste Polemik.

    Du schreibst, dass nach 20 Uhr nur Kleinkram gekauft wird („Paar Flaschen Bier, Chips und Zigarette“). Und das hat „extrem viele Existenzen zerstört“? Dadurch sind „Innenstädte fast ausgestorben“? Merkst du nicht, dass du dir selbst widersprichst?

    Sag dich, wie es ist: Du willst abends nicht arbeiten und suchst dir irgendwelche hanebüchenen Argumente zusammen. Logik nebensächlich.

  10. Ok Ulrich, ich erklär dir mal was ich meine obwohl ich dachte, dass du verstehst was ich meine.
    Gucke dir zunächst einmal die Preise in einem Büdchen an.
    Vergleihe diese dann mit den Preisen im Supermarkt.
    Du wirst sehr schnell erkennen, dass die Spanne des Büdchens höher ausfällt als die des Suermarkts.
    Die Mieten sind gringer und die Personalkosten auch, was dem Büdchenbesitzer ermöglicht
    durch seinen Umsatz auch einen gewissen Gewinn zu erwirtschaften.
    Auch Kleinteile werfen halt Gewinn ab.
    Wenn der Kunde jedoch wesentlich weniger Geld ausgeben kann dann wird er dies auch tun was ja jeder Mensch
    verstehen kann. Somit geht dann aber dem Büdchenbesitzer dadurch Kundschaft verloren was dazu führt das
    er keinen Umsatz macht und keinen Gewinn erwirtschaften kann.
    Dieses als Punkt zum LEH.

    Nun zum Thema verödung der Innenstädte.
    Nehmen wir mal an das Fachgeschäft wird nur von sehr wenig Personal betrieben.
    Die Große Kette hat wesentlich mehr mehr möglichkeiten Personal einzustellen
    da sie größtenteils ( Was natürlich nicht immer der Fall ist ) auf Fachersonal verzichtet
    und sich somit güntigeres Personal erlauben kann das qualitativ schlechter ist.
    Du würdest dich als Fachpersonal auch nicht mit dem Gehalt einer ungelernten Kraft zufrieden geben.
    Nun kann sich die Kette durch das einsparen der Personalkosten und einigen anderen Faktoren
    es eher erlauben länger zu öffnen um Kunden in den Markt zu locken.
    Das Fachgeschäft mit Fachersonal und einer gerigeren Anzahl an Mitarbeitern kann sich aufgrund der Kosten die
    nicht gedeckt werden sich dies auch nicht erlauben. So fängt es schonmal an.
    Hinzu kommt, dass der Kunde sich ja nicht hetzen lassen will.
    Diese Kundschaft kauft dann aufgrund der längeren Öffnungszeiten dann beim Großkonzern
    und nicht beim kleinen Händler.
    Wenn der kleine Händler dann keinen Umsatz macht kann er keinen Gewinn erwirtschaften.
    Somit ist der Händler dann irgendwann gezwungen sein Geschäft zu schliessen und diese Geschäfte
    befinden/ befanden sich größtenteils in der Innenstadt.
    Durch leere Ladenlokale verödet eine Innenstadt zunehmend.
    Dies kannst du nicht abstreiten. Mir würde solch eine Innenstadt nicht gefallen, aber jeder hat ja seinen eigenen Geschmack.

    Nun zum Thema Dienstleistung im allgemeinen.
    Ich persönlich lehne jeden Dienst der nicht Notendig ist ab.
    Z.b. bestelle ich abends keine Speisen, rufe nicht um 21 Uhr an weil ich die Bedienung eines Gerätes nicht verstehe,
    verlange von keinem Postboten das er Sonntags Briefe austrägt oder Pakete anliefert.
    Dies tue ich weil ich ein sehr geduldiger Mensch bin und von keinem etwas verlange was nicht Lebensnotwendig ist.
    Vielmehr geht es mir darum, dass Menschen wieder mehr Zeit für ihre Mitmenschen haben.
    Wenn jemand sich bewusst einen Job aussucht der Nachtschicht, Sontagsarbeit etc. beinhaltet dann ist es ja für
    ihn auch in Ordnung. Er soll dann aber nicht mir die Schuld für sein Zeitmanagement geben.
    Wer will der soll, aber der soll nicht von anderen erwarten.
    Und wenn man dann von anderen verlangt, dann sollte man im gleichen Sinne auch Sonntags arbeiten und rund um die Uhr flexibel sein.
    Will aber auch wieder keiner.
    Was ist also der Fehler ? Der Fehler ist einfach, dass die Menschen zu egoman geworden sind um zu erkennen, dass es wichtigeres gibt als den Konsum.
    Und ja ich gebe offen und ehrlich zu, dass ich keine Lust habe nach 20 Uhr noch im Laden zu stehen.
    Warum soll ich von 7 – 24 öffnen und 1000 Euro einnehmen wenn ich das gleiche doch auch in Zeiten von 8 – 20 einnehmen kann.
    Es hat sich nur verlagert, aber nicht erhöht. Zahken dazu habe ich selber gesehen und daher weiss ich was ich schreibe.
    Und der Kunde kommt ( zumindest im LEH ) früher oder später sowieso einkaufen.
    Er muss es sowieso da auch er essen muss, also mache ich mir als Besitzer doch nicht noch mehr arbeit für gleichen Umsatz.
    Und aus Nächstenliebe würde das auch keiner machen da auch wir Verkäufer Familien haben.
    Oder bist du schonmal verhungert ? Glaube ich jedenfalls nicht.
    Es mag ja bequem sein für die einen, aber es geht zu lasten anderer.
    In was für einer Branche arbeitest du denn ?
    Würde mich echt interessieren. Wenn du mit deinem Job glcklich und zufrieden bist dann ist es eine schöne sache.
    Aber warum sollen dann nicht Behörden, Ämter, Anwälte, Ärzte, Büros etc. dann nicht rund um die Uhr auch besetzt sein wenn es
    doch alle vom Einzelhandel verlangen ?
    Wenn ich damals vor Arbteitsantritt wusste, dass ich nur bis 20 Uhr arbeiten muss dann ist es eine Sache.
    Wenn durch solche forderungen dann aber mein Arbeitsvertrag ausgehebelt und mein soziales Umfeld dadurch umstrukturiert wird dann ist es eine
    miese Sache.
    Warum nicht eine andere Stelle finden wird sich da der ein oder andere fragen.
    Klingt nicht mal dumm, aber nicht realisierbar bei der heutigen Arbeitslage.
    Dem Einzalhandel wurde damals auch versprochen das z.b. Banken und andere Firmen, Einrichtungen, der ÖPNV etc. auch mitziehen würden.
    Nix da, die haben sich hinterher schön davor gedrückt anstatt ihrer Worte taten folgen zu lassen.
    Sowas nenne ich heuchelei. Davon mal ab, dass ich dank des eingeschränkten ÖPNV nicht mehr nachts nach hause komme und somit als Erwachsener und verheirateter Mann bei meinem Vater übernachten muss. Echt ne tolle Sache denn ein Auto kann ich mir nicht leisten und die Wohnung in der nähe meiner Arbeit sind doppelt so teuer als in dem Ort in dem ich wohne.
    Was also tun ? Der ÖPNV sieht keine Notwendigkeit.
    ICh sage nicht, dass andere mein Kreuz tragen sollen sondern das ich nicht auch deren Kreuz tragen will.
    Vielleict solltest du dich ein wenig tiefer in das Thema einarbeiten und mehr recherchieren.
    Gerade NRW ist ein Musterbeispiel um zu beweisen, dass diese Forderungen nichts anderes waren als ein Todesurteil für viele Unternehmer
    und ich weiss, dass einige Familien aufgrund der Öffnungszeiten auseinander gebrochen sind.
    In NRW kannst du dich mal mit ein paar Taxifahrern unterhalten denn einige von denen konnten mal von ihrem Büdchen leben.
    Wie gesagt, wer Freiwillig arbeiten und abrufbar sein will auch in der Nacht und am Wochenende der soll das auch gerne tun, aber nicht von anderen verlangen.

  11. Achja, Abends Zeit mit der Familie zu verbringen ist mir wirklich wichtiger als jemanden eine Tüte Chips Nachts zu verkaufen nur weil er langeweile hat.
    Und viele kaufen abends nur ein, weil sie langeweile haben.
    Hinter meinen Äusserungen steckt natürlich Logik, wenn du sie nicht erkennst dann ist dies aber nicht mein Problem.

  12. Also ich muss sagen bevor ich in den „Frei“Staat gezogen bin habe ich viele gut besuchte Supermärkte in den abend und Nachtstunden gesehen. Ich weiss nicht wie es auf dem Dorf aussieht aber in den Städten gibt es genug Leute die einen anderen Rythmus haben als nach der Tagesschau noch ein Bier zu trinken und ins Bett zu gehen. Allerdings denke ich ist dies‘ der falsche Ansatz. Es braucht keine Rechtfertigung für moderne Ladenschlusszeiten.
    Betrachtet man den Aufschrei, der die letzten 2 Tage durch die Medien und Kommentarseiten dieser geht muss man doch sehr schmunzeln. Schreibt man dem Bundesbürger vor, dass er in wohlgemerkt öffentlichen Kantinen (ich weiss nichtmal wo hier eine ist in der Nähe), nicht mehr Wammerl und Leberkäs zu essen kriegt an einem Tag der Woche werden unangebrachte Nazizeit vergleiche aufgestellt aber sich vorschreiben lassen wie man zeitlich seinen Tag gestaltet damit man noch Einkaufen gehen kann ist überhaupt kein Problem 🙂 🙂
    Also ich empfinde Letzteres als wesentlich größeren Eingriff in das Leben des Einzelnen. Vieleicht mal drüber nachdenken……

    p.s: haha, meine Mitbewohnerin ist grad mit Pizza in der Hand nach Hause gekommen und beschwert sich, dass Sie seit einer Woche nicht mehr einkaufen konnte weil sie viel zu tun hat auf der Arbeit. Passt!

    1. Guter Kommentar! Übrigens war ich die letzten paar Tage einige Male noch zwischen 19:45 und 20:00 beim Einkaufen. Auch letzten Samstag. Der Supermarkt war knallvoll. Man kann davon ausgehen, dass sich das zumindest noch die Zeit 20 Uhr bis 22 Uhr rechnen würde. Man könnte die Leute zwar dazu hinerziehen, dass sie früher einkaufen gehen. Aber es darf nicht vergessen werden, dass viele erst nach 20 Uhr aus der Arbeit nach Hause kommen. Unterwegs Einkaufen ist auch nicht so der Hit, wenn man per ÖPNV unterwegs ist.
      Wenn Verlängerungen der gesetzlichen Ladenöffnungszeiten so schlimm sind, wo bleiben dann die, die wieder 18:30 Uhr und samstags 14 Uhr wollen? Diese gibt es so gut wie gar nicht. Und warum ausgerechnet 20 Uhr die geniale Zeit sein soll, wo doch die Leute früher 18:30 als optimale Zeit verteidigt haben, kann auch keiner erklären.

  13. @Marcel: ok, du hast dich auf lange Ladenöffnungszeiten als Grund für so ziemlich alles Böse in der Welt eingeschossen (inklusive gescheiterter Ehen – bist du dir wirklich sicher, dass das der entscheidende Grund war? Wäre ein Armutszeugnis für die beteiligten Damen und Herren).

    Und das Einkaufen an sich ist dir irgendwie auch suspekt. Böser Konsum und so. Mutwilliges Einkaufen aus Langeweile. Stören des Verkäufers. Frechheit, was die Kunden sich erlauben.

    Naja, mit dieser Einstellung wird euch das Internet in ein paar Jahren auch noch den letzten Kunden wegschnappen und du kannst gemütlich zuhause bleiben.

    Kundenservice ist in Deutschland halt ein schwieriges Thema.

  14. Klar sehe ich den Ladenschluss als übel allen Bösen ( IRONIE ! )

    Das Internet ist eine Sache, aber die bequemlichkeit hat noch die gesiegt.
    Warum geht es denn H & M, Amazon und einigen anderen großen Internetriesen denn so schlecht ?
    Wo sind die Versanhauskataloge ?
    Am Handel hängen mehr Jobs als du vielleicht wahrnehmen möchtest.
    Denk mal an die Speditionen, Verteter etc.
    Und wenn dann verlagert sich der Arbeitsstandpunkt von uns Verkäufern nur in die Logistik.
    Es muss ja jemanden geben der die Ware zusammen packt.
    Und dnn bekommst du Qualität die nicht vorhanden ist, must auf Termin quasi zuhause sein um deine Waren anzunehmen etc.

    Meiner Frage nach deiner Branche bist du ja schonal schön ausgewichen.

    Wenn es doch so klappt, warum dann verlängern ? Mehr Umsatz und Gewinn wird sowieso nicht erwirtschaftet.
    Wer doch so spät von der Arbeit kommt der kann auch vorher einkaufen.
    Wenn ich was erledigen muss bei Ämtern, Ärzten etc. dann muss ich dort auch vor meiner Arbeit hin.
    Es kann alles geschaft werden, aber die Schuld beim Händler zu suchen der nicht nach 20 uhr offen hat ist nichts als
    sich nicht selbst eingestehen können, dass man es selber nicht geschafft hat.
    und was ist mit dem Samstag oder anderen freien Tagen ausser Sonntag ?
    Nein diese Tage sind nicht zum einkaufen geeignet aufgrund von .. ? Ja aus welchen Grund ?
    Na Klar findet jeder einen Partner der jeden Zustand einfach o hinnimmt.
    Die Menschen die ich kennen gelernt habe wollen Zeit mit ihrem Partner verbringen und nicht erst Sonntags sehen.

    Was der Verkäufer sich alles erlaubt um nur nicht noch den restlichen Abend in ruhiger Atmophäre mit seinen Liebsten zu verbringen,
    was er sich erlaubt nicht noch in den Abendstunden den Frust und Unmut der Kunden zu erdulden wo er doch schon den ganzen Tag über der
    Bösewicht ist, was er sich zumutet Nein zu sagen als freier Bürger und nicht als Dienstform lebt um einigen ihre Konsumleidenschaft zu befriedigen.
    Mach mal ein Praktikum im Einzalhandel und dann schreibe mir was deine Erfahrungen sind.

    Mfg Marcel

  15. Und wie oft wurde schon bekannt, dass Internethändler teils Menschenverachtende
    Wege gehen nur um Profit zu erwirtschaften.
    Du unterstützt gerne wenn Leute kaum richtig bezahlt werden ?
    Wo sollen dann die Menschen das Geld aufwenden um deine Leistung und/ oder die deiner Firma zu bezahlen ?
    Dann kannst du irgendwann ruhig zuhause vorm Rechner sitzen bleiben und alles weitere im Internet bestellen.
    Gibt ja dann keinen mehr der Geld ausgeben kann.

  16. Und wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo der Lugner her. 😉

    Während die deutschen Handelsketten weitgehend untätig die Ladenschlussregelungen über sich ergehen lassen, wehrt sich der gute alte Richard „Mörtel“ Lugner aus Wien mit einer Beschwerde bei der EU-Kommission:

    http://www.lebensmittelzeitung.net/login/login.php?fg=1&url=http%3A%2F%2Fwww%2Elebensmittelzeitung%2Enet%2Fnews%2Ftop%2Fprotected%2FLadenschluss-Anhoerung-in-Bruessel-_100813%2Ehtml%3Fid%3D100813%26%26utm_source%3DRSS%26utm_medium%3DRSS-Feed

    Das wäre doch mal was, wenn im Rahmen einer europaweiten Liberalisierung den kompromisslosen bayerischen Betonköpfen ihr historisches Ladenschlussgesetz von 1956 mit all seinen unlogischen Albernheiten um die Ohren fliegt und es statt einer überfälligen Lösung wie 6x 6-22 Uhr einfach alles immer erlaubt ist. Auch sonn- und feiertags.

  17. @Thomas: Ja, viel mehr rückt die LZ kostenlos nicht raus. Ist aber ja trotzdem schon ganz informativ. Anhörung soll im September sein.

  18. Habt ihr schon mal daran gedacht dass es vielleicht mehrere Möglichkeiten gibt? Zum Beispiel: kein Ladenbesitzer darf Sonntags oder nach sagen wir 21 Uhr (20 Uhr hier in Bayern ist einfach lächerlich) seine Mitarbeiter zwingen zu arbeiten. Wenn er öffnen möchte, dann bitte nur zu muss er halt selber arbeiten oder sich eine freiwillige Erklärung unterschreiben lassen. Dies hätte zur positiven Folge, dass sich wieder mehr kleinere Läden etablieren könnten. Übrigens eine Lösung aus Südaustralien. Die sture Komoromisslosigkeit in Bayern ist zum Kotzen!

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