Mo–So bis 23 Uhr – in München!

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dm Ostbahnhof
„dm“ am Ostbahnhof (04.04.2016)

Und das in München, der vielleicht strengsten Großstadt der Welt, was den Ladenschluss angeht! Gesehen am Ostbahnhof. Seehofer hat vermutlich schon Schnappatmung.

28 Gedanken zu „Mo–So bis 23 Uhr – in München!“

    1. Es reicht, wenn man fünf Tage in der Woche bis 19 Uhr arbeitet und als Pendler dann um 20:30 daheim ist. Da sind die Läden schon zu. Zum Einkaufen bleibt nur der Samstag. Unterwegs einkaufen ist kaum sinnvoll wegen der Kühlkette. Aber Herr Seehofer hat ein Gelübde abgelegt: Der Ladenschluss wird nicht verändert, solange er Ministerpräsident ist. Bayern also noch auf Jahre hinaus das Land mit dem vielleicht strengsten Ladenschlussgesetz der Welt. Warum muss in Bayern das Gesetz strenger als im Vatikan sein? Wo steht in der Bibel, dass man ab 20 Uhr ruhen soll? Da steht nur was von Sonntag.

    2. Jeder der längere Öffnungszeiten fordert sollte mind. 4 Wochen im Verkauf gearbeitet haben. Ich denke dann wird keiner mehr danach verlangen. Ach ja wem es nicht passt das in Bayern die Läden nicht länger geöffnet haben, soll doch umziehen…

    3. So ein Schwachsinn! Die Bayern tun immer so, als ob es bei längeren Öffnungszeiten für die Verkäufer keine Freizeit mehr gäbe. Haben die Verkäufer in Hamburg keinen Feierabend? Haben Verkäufer in Berlin keine Kinder, die sie pünktlich abholen müssen? Gibt es außerhalb Bayerns keine Tante-Emma Läden, weil die bösen Ketten länger auf haben?

    4. Wer ein Gegenargument zu längeren Öffnungszeiten hat, sollte sich vorher diese Frage stellen: Warum geht’s dann im Rest von Deutschland einwandfrei??????? Der einzige „Grund“ warum bei uns um 20h Schluss ist, ist STURHEIT. Nach dem Motto „War schon immer so“.

    5. Ich finde nicht, dass man bis 23:00 Uhr einkaufen können muss. Aber warum sollte man es denn gerade nicht können? Ich frage mich, mit welchem Recht der Staat einem Unternehmer verbietet, seinen Laden bis 23:00 Uhr zu öffnen.

  1. Schön wäre, wenn auch das Handwerk wie Schneider, Wäscher, Bäcker oder Metzger realisieren würden, dass wir uns im 21. Jahrhundert befinden. Dann wären hochwertige Lebensmittel und Dienstleistungen endlich auch für berufstätige Menschen zugänglich.

    1. Sorry aber diese Einstellung Teile ich nicht. Es muss auch mal Zeiten geben, wo sich Familien gemeinsam zuhause treffen können. Desweiteren bräuchte es dann ganz andere Betreuungskonzepte für Kita, Kindergarten und Schule. Ist für Angestellte im Verkauf vermutlich ohnehin schon schwierig zu koordinieren. Den Einkauf kann man sich schon einteilen…

    2. Korrekt, es bräuchte dringend erweiterte Kinder-Betreuungskonzepte. Und den Einkauf können sich Berufstätige eben nicht aufteilen, weil sie ja arbeiten müssen. Denn Männer UND Frauen wollen und sollen arbeiten können. Außerdem gibt es auch einen beträchtlichen Anteil an Singles und Alleinerziehenden.

    3. Wir sind beide berufstätig und man kann sich das schon einteilen. Die Geschäfte haben von 8-20 Uhr geöffnet, da sollte es jeder mal hin schaffen. Bei der Kinderbetreuung scheiterst halt irgendwann am Kindeswohl, du kannst es nicht bis 20:00 Uhr in der Kita lassen, weil am Abend soll, will, muss es schlafen. Es genau dort abzuholen ist nicht gut für das Kind. Deiner Forderung entsprechend, müsste aber noch viel mehr Menschen am späten Abend und am Wochenende arbeiten, wo bleibt da noch Zeit für die Familie?

    4. Warum Sonderrechte NUR für den Einzelhandel? Warum darf in so vielen Branchen nach 20 Uhr und am Sonntag gearbeitet werden, auch in nicht lebensnotwendigen? Friseure (sind seit einiger Zeit aus dem Ladenschlussgesetz rausgenommen worden), Kino, Gastronomie (es kann mir keiner erzählen, dass man noch um Mitternacht Pizza essen „muss“), Tierparks, Freizeitparks, Kino, Museen und Dutzende weitere. Wenn wir so ehrlich sind, dass wir fast rund um die Uhr Leistungen beanspruchen wollen, eben auch nicht Lebensnotwendiges (Polizei, Feuerwehr und Strom sind Beispiele für wirklich Lebensnotwendiges) , dann müssen wir auch den Einzelhandel dem gleichstellen. Auch ist Einkaufen durchaus nicht nur eine Freizeitbeschäftigung, letztendlich ist es wichtig und für viele reichen die wohl knappesten Zeiten der Welt (kenne kein Land mit strengeren Öffnungszeiten) kaum aus. Die Tankstellen helfen (die dürfen einen Spar Express haben), die Aufschläge bewegen sich hier aber bei ca. 100 %.. Ich bin bereit, nachts mehr zu zahlen, sagen wir mal 30 %, aber doch nicht 100 %.

    5. Zunächst mal ist der Einzelhandel die mit Abstand größte Fraktion. Wenn ich hier lockere dann trifft es plötzlich sehr viele Menschen die dann auch keine Wahl mehr haben. Das schlechte (kein Ladenschluss fur Friseure) als Rechtfertigung für kein Ladenschluss im Einzelhandel ist übrigen ein schwaches Argument, damit rechtfertigen wir das schlechtere mit dem schlechte n. Von mir aus darf jeder Selbstständige rund um die Uhr arbeiten, aber Angestellte müssen geschützt werden. Solange die Angestellten gut auf anderen Arbeitgeber ausweichen können, soll mir auch eine großzügige Regelung recht sein. -> Angestellte können selbst entscheiden. Somit macht es halt eine Unterschied, ob ich wenigen Dienstleistern eine länger Öffnungszeit erlaube oder allen

    6. Das Argument, dass eine Fraktion sehr groß ist und daher besser gestellt werden muss, das finde ich erst richtig schwach, da zahlenmäßig Schwächere somit als weniger wichtig angesehen werden. Man kann noch darüber streiten, ob es wirklich eine Besserstellung ist. Selbst das Bundesverfassungsgericht war fast schon einmal dem Vorwurf gefolgt, dass der strenge Ladenschluss faktisch ein temporäres Berufsverbot wäre. Es fehlte damals eine Stimme.
      Mir ging es aber um was anderes: Wenn wir wirklich zu einer Gesellschaft zurück wollen, in der die Familie feste Zeiten zusammen verbringen kann, dann müssen wir ALLEN aus nicht lebensnotwendigen Branchen dazu passende Arbeitszeiten gewähren. Ich kenne durchaus jemand, der fordert, dass Restaurants um 20 Uhr schließen müssen, da ihm das Personal dort leid tut. Restaurants sind einfach nicht lebensnotwendig, man kann im Falle der Fälle auch früher essen oder was anderes essen, etwas was selbst Zubereitetes. Mit seiner Forderung ist er aber die absolute Ausnahme. Aber warum sind wir weder in die eine oder andere Richtung konsequent? Es soll einfach alles so bleiben, wie es ist, weil der Einzelhandel immer schon bevorzugt war. Dabei bleibt doch gar nichts, wie es ist. Die Gesellschaft ist in einem stetigen Wandel, was es auch erfordert, Gesetze anzupassen. Es wird immer mehr online bestellt, der Einzelhandel darf aber nicht wie der Onlinehandel rund um die Uhr öffnen. Hier wird er so gesehen tatsächlich immer mehr benachteiligt. Schafft doch endlich diesen Ladenschluss ab – wie auch sonst fast überall auf der Welt.

    7. Wenn ich im Einzelhandel lockere, dann können Mitarbeiter die Abend s und am Wochenende zuhause sein müssen, gar nicht mehr ausweichen. Wie sie schon richtig argumentieren, dürfen Kinos, Freizeitparks, Tankstellen, Restaurants, Fabriken etc. schon Nachts offen haben. Der Einzelhandel bietet für diese Mitarbeiter noch eine sicherer Hafen… Sobald ich hier auch lockere, wirds wirklich schwierig noch eine Job zu finden wo sie diese Menschen um ihre Kinder kümmern können. Da ihnen Menschen bzw. Angestellte egal sind, brauchen wir nicht mehr weiter Diskutieren, wir werden keinen Konsens finden

    8. Diese Unterstellung ist eine Frechheit.. Tatsächlich liegt mir ungeheuer viel daran, dass Leute eine ordentliche Bezahlung und einen Arbeitsplatz haben, mit dem sie zufrieden ist. Es unterliegt der ganzen Diskussion auch die falsche Annahme, es würden auf einmal alle Läden bis Mitternacht öffnen. Tatsächlich werden nur wenige Prozent der Läden überhaupt länger öffnen, es werden primär die Supermärkte an den Ausfallstraße sein, die meisten nur zwei Stunden länger. Ich verstehe nicht, warum man das nicht – auch durch Aushilfen mit Lohnzuschlägen – auf die Reihe kriegen sollte wie sonst auch überall auf der Welt. Ist NRW untergegangen? Wird dort gejammert? Die Menschen dort hatten sich nach einer turnusgemäßen Überprüfung der Ladenschlussreform in Befragungen klar für eine Beibehaltung der längeren Öffnungszeiten ausgesprochen, Zur Auswahl standen 19 Uhr, 20 Uhr, 22 Uhr und „rund um die Uhr“. Hier wollte fast keiner auf 19 oder 20 Uhr zurückgehen, selbst die 22 Uhr wurden nicht mehr gewünscht.

  2. Aber warum nur an einem Eisenbahn-Fernbahnhof (der eigentlich, wenn man sich die Verbindungen mal ansieht, eher ein Regionalbahnhof ist) und nicht am Fernbus-Bahnhof?

    Das versteht keiner. Vor allem nicht, wenn er gerade aus einem anderen Land anreist und in München ankommt…

    1. Münchens OB Christian Ude wollte damals den Bus-Fernbahnhof ZOB den Eisenbahn-Fernbahnhöfen gleichsetzen lassen. Er ging davon aus, dass die bayerische Regierung dies ohne urren beschließen wird. Er hatte sich aber geschnitten. Mit dem Argument „Wehret den Anfängen“ wurde das abgeschmettert.

  3. Ich wohne derzeit in Nürnberg und Berlin. In Nürnberg gibt es direkt am Bahnhof seit einiger Zeit einen Lidl, leider ist das de facto auch nicht besonders viel wert. Dadurch dass das Bedürfnis nach längeren Öffnungszeiten absolut vorhanden ist, ist das Ding derart überfüllt, dass man sich wie in der DDR fühlt. Selbst in Berlin gibt es nur eine Hand voll Supermärkte die werktags 24 Stunden geöffnet haben, also werden die Supermärkte auch in den bayrischen Großstädten in den meisten Fällen nicht länger als bis 22 Uhr öffnen. Das wird in Berlin auch meist von Studenten gemacht und nicht von armen Müttern. Die ganze Spätikultur fehlt auch tragisch in bayrischen Großstädten. Das sind ja zumeist inhabergeführte Geschäfte. Stattdessen dürfen im Bavaria die Tankstellenkonzerne nachts mit Apothekenpreisen die Leute ausnehmen. Sehr traurig.

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