Thesen der Gegner

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Im Folgenden sollen ein paar bekannte Thesen vorgestellt werden, welche Gegner der Ladenschlussliberalisierung gerne anbringen und die auf den ersten Blick logisch erscheinen, aber bei einer genaueren Durchleuchtung längst nicht mehr so überzeugend wirken oder sich gänzlich in Luft auflösen.

Es gibt wichtigere Themen als die Liberalisierung des Ladenschlusses

© Birgit H. / Pixelio

Selbstverständlich. Die Welt hat jede Menge andere, viel größere Probleme. Zugegeben. Dies ist aber ein klassisches Ablenkmanöver. Denn überall werden Dinge verbessert. Viele Innovationen sind nützlich, andere sind es weniger und wiederum andere sind völlig sinnlos. Und dennoch beschäftigen sich sehr viele Menschen damit. Warum aber soll ausgerechnet ein Thema, das den Konsumenten mehr Service bieten kann, nicht angegangen werden, nur weil es nicht absolut lebensnotwendig und keine wirkliche weltpolitische Bedeutung hat?

Der Ladenschluss wurde schon liberalisiert, 20 Uhr reicht doch völlig aus

Viele Konsumenten wissen das besser. Die jetzigen Ladenschlusszeiten reichen natürlich im gewissen Umfang aus. Das Leben könnte für viele aber mit weniger Stress behaftet sein, wenn die Geschäfte länger öffnen dürften. Oft müssen die Tankstellen für einen Noteinkauf aushelfen. Tankstellen sind vielerorts schon fast zu so etwas wie einem Minisupermarkt geworden. Nur sind die Preise dort unakzeptabel hoch und es dürfen längst nicht alle Arten von Waren verkauft werden. Zudem muss der Tankstellenbetreiber seinen Hauptumsatz mit dem Tankgeschäft machen. Wer keine Tankstelle in der Nähe hat, für den sind Tankstellen auch keine Alternative. Der Supermarkt an der Ecke wäre oft da, nur der darf nicht öffnen. Neben Einheimischen wünschen sich auch Touristen längere Öffnungszeiten.

Man kann jeden Euro nur einmal ausgeben

Mathematisch ist dies korrekt. Nur, was soll uns damit gesagt werden? Wahrscheinlich ist damit gemeint, dass ein Großteil der Bevölkerung finanziell keine großen Sprünge machen kann. Daraus aber abzuleiten, dass die Konsumenten dann gefälligst in den dafür vorgesehenen Zeiten einkaufen sollen, wo sich doch ohnehin nicht viel haben und nicht mehr ausgeben können, ist ein Armutszeugnis im wahrsten Sinne des Wortes. Denn wer sparsam haushalten muss, wünscht sich dennoch zumindest mehr Flexibilität bei den Einkäufen.

Möglicherweise will die Eingangsthese darauf Bezug nehmen, dass längere Öffnungszeiten nicht zu mehr Umsatz führen. Auch dies ist nicht richtig. Produkte werden nicht nur aus einer absoluten Notwendigkeit, sondern oft auch bei Gelegenheiten gekauft. Mehr Gelegenheiten können durchaus Gesamtumsatzsteigerungen bedeuten. Wer sich ab und zu etwas leisten möchte – zum Glück betrifft dies nicht nur die Reichen –, hat mit längeren Öffnungszeiten mehr Gelegenheiten und konsumiert gegebenenfalls mehr. Außerdem darf an den Tourismus erinnert werden. Wer nur stunden- oder tageweise in Bayern ist, der kann eben seinen Euro dann überhaupt nicht ausgeben, wenn er vor der nächsten Ladenöffnung wieder abreist. Dies mag zwar nur ein kleiner wirtschaftlicher Faktor sein, aber warum möchte man darauf verzichten? Selbstverständlich gibt es für Urlaubsgebiete im Souvenirverkauf etc. Ausnahmen, aber wenn man sich München anschaut, sieht es mit Einkaufsmöglichkeiten nach 20:00 und am Sonntag sehr düster aus. Zappenduster.

Die Ladenschlussliberalisierung ist in anderen Bundesländern ein Flop

Das stimmt nur zum Teil. Supermärkte an Ausfallstraßen machen beispielsweise in größeren Städten nach 20:00 ein gutes Geschäft. Es gibt weitere gut gehende Beispiele, bei denen findige Geschäftsleute Marktlücken gefunden haben und nun ein gutes Geschäft machen. Warum verwehrt man dies den Läden in Bayern? Es wird schließlich niemand gezwungen, zu öffnen. Wenn es sich nicht lohnt, wird man halt nicht um 22:00 oder 0:00 schließen, sondern um 21:00, um 20:00 oder um 19:00. Warum überlässt man es nicht den Geschäften selbst? Warum muss das die Politik bestimmen?

Nur weil einige wenige länger einkaufen möchten, muss das Verkaufspersonal bis 22:00 oder länger arbeiten

Wer das Argument im Gleichklang verwendet, es gäbe keinen Bedarf für verlängerte Öffnungszeiten, was man von den Liberalisierungsgegnern des Öfteren hören kann, widerspricht sich schon einmal. Die Erfahrung in anderen Bundesländern hat gezeigt, dass nur ein Teil der Geschäfte die Öffnungszeiten ausdehnt. Dass eine ganze Branche nun auf einmal unchristliche Arbeitszeiten erhält, stimmt also so nicht.Wer sagt außerdem, dass es unter dem Verkaufspersonal nicht Leute gibt, die bis 22:00 arbeiten möchten?

Mal davon abgesehen, ist das Verkaufspersonal in Bayern eine der letzten Bastionen mit gesetzlich definierten Arbeitszeiten. Zwar kann niemand unchristliche Arbeitszeiten gutheißen, aber wer damit argumentiert, sollte dann, wenn er ehrlich ist, auch eine Beschränkung der Arbeitszeiten in anderen Branchen fordern, die keine lebensnotwendigen Bereiche darstellen.

Viele Fabriken beschäftigen ihre Arbeitnehmer auch nachts und am Wochenende, um ihre Maschinenlaufzeiten zu optimieren. Auch in kleineren Unternehmen wird oft der Einsatz bis an alle Grenzen verlangt. Wenn ein Projekt im Verzug ist, dann wird von den Mitarbeitern erwartet, bis spät nachts und länger in ausgedehnten Schichten zu arbeiten. Hier darf schon mal gefragt werden, ob man dem – unzweifelhaft hart arbeitende – Verkaufspersonal Rechte zugesteht, die man anderen Arbeitnehmern selbstredend verwehrt.

Längere Öffnungszeiten verursachen höhere Kosten. Die Läden laufen Gefahr, Pleite zu gehen und die Waren werden teurer

Dies stimmt nur bedingt. Wenn das Personal besser über den Tag verteilt eingesetzt wird, lässt sich da einiges schon wieder kompensieren, auch wenn für die Abendstunden Zuschläge gezahlt werden müssen. Bestimmte Stromkosten – etwa zur Kühlung – fallen bereits heute auch nachts an. Zugegeben würden sich bestimmte Kosten dennoch erhöhen. Dass dies aber gewaltige Auswirkungen auf die Preise hat, ist bei einer Verlängerung der Öffnungszeiten von sagen wir mal 20:00 auf 22:00 sehr unwahrscheinlich, da so eine moderate Erweiterung bezogen auf die Gesamtkosten nicht stark ins Gewicht fällt.

Bei Geschäften, die 24 Stunden am Tag geöffnet haben, sind die Auswirkungen natürlich höher. Aber da sie durch großzügige Öffnungszeiten einen besonderen Service bieten, können sie es sich leisten, etwas höhere Preise zu verlangen. Solche Läden könnten die Lücke zwischen normalen Supermärkten und den teuren Tankstellen schließen. Für den Konsumenten wäre es eine Verbesserung und viele sind bereit, mehr zu bezahlen, was sich im Erfolg der Tankstellen zeigt, die oft vom reinen Benzingeschäft nicht überleben könnten. Warum darf in Bayern nicht das sein, das in anderen Bundesländern funktioniert?

Auch bedeutet eine Flexibilisierung des Ladenschlusses nicht automatisch eine längere Wochenöffnungszeit. Ladenbesitzer haben z.B. die Möglichkeit, später zu öffnen und entsprechend später zu schließen und sich auf diese Weise auf die Erfordernisse und Wünsche ihrer Kunden einzustellen.

Wenn man sich das Eingangsargument noch einmal genau ansieht, wäre ja die logische Schlussfolgerung, dass es am besten wäre, wenn die Geschäft nur wenige Stunden am Tag öffnen würden. Das kann keiner ernsthaft fordern.

10 Gedanken zu „Thesen der Gegner“

  1. Sie beschweren sich, daß am Sonntag die Läden nicht geöffnet sind. Ich nehme daher an, daß Sie entweder Satanisten sind, oder zumindest keine Christen. Der Gott der Christen hat gerade mal 10 (!!!) Gebote aufgestellt, ist ja nicht übermäßig viel, aber selbst die können Sie wohl in Ihrer grenzenlosen Gier nicht einhalten. Dann sagen Sie doch mal offen, welche der 10 Gebote Sie neben dem „Am siebenten Tage sollst Du ruhen“ noch so überflüssig finden: Du sollst nicht stehlen? Du sollst nicht Ehebrechen? (Da ist der Herr Landesvater ja schon tapfer vorneweg marschiert), Du sollst nicht töten?
    Es ist schon traurig, dass es in diesem Land offensichtlich zu viele Leute gibt, die soviel Geld haben, dass sie es nicht schaffen ihren Mammon an sechs Wochentagen auszugeben und dazu noch den christlichen Sonntag benötigen. Dann seien Sie wenigstens ehrlich und schließen endlich die Christlichen Kirchen und stellen stattdessen ein Goldenes Kalb auf die Bayerischen Marktplätze und in die Einkaufzentren, damit Ihre kaufgeilen Kampfshopper endlich rund um die Uhr einkaufen können, am besten noch an Weihnachten und Karfreitag.
    Viele Grüße an Eueren Gehörnten Oberboss mit F.D.P. Parteibuch,
    Michael Huck

  2. Herr Huck sie sprechen endlich das aus was viele Menschen denken.
    Gerade in Zeiten der Unruhe der Religionen in denen sich so mancher auf die Christlichen Werte Detuschlands besinnt will widersprüchlich am sonntag einkaufen. Der Lange Ladenschluss ist ein Armutszeugnis unserer leider sehr unzuverlässigen, gierigen, egoistischen und faulen Geselschaft.
    Leider wird oft auch vergessen, dass man bei einem Abschluss des Arbeitsvertrags genau weiss, wie die Arbeitszeiten etc. geregelt sind.
    In diesem Falle werden die Verträge ausgehebelt und dasVerkaufspersonal darf sich noch mehr von Menschlichen Zusammenleben distanzieren.
    Bitte machen sie weiter so denn ich hoffe, dass es noch mehr Menschen gibt die wie Sie und ich das Thema genauso sehen.

    Mfg

  3. Stehlen oder Töten, ja das kann man natürlich mit der (mehr oder weniger freiwilligen) Sonntagsarbeit vergleichen. Echt toller Vergleich, ich bin beeindruckt. Bitte das Sonntagsarbeitsverbot auch für Pfarrer durchsetzen, die arbeiten nämlich bevorzugt sonntags.

  4. Mit Arbeit wird wohl eher die Körperliche ertüchtigung gemeint sein. Und ein Gebot kann man doch gleichsetzen mit einem anderen.
    Man kann ja auch in gewisserweise Birnen mit Äpfeln vergleichen denn es sind auch beides früchte. 😉
    Und ja ich bin auch für ein Arbeitsverbot von nicht Lebensnotwendigen Berufen am Sonntag und in der Nacht und ich will mich auch dafür stark machen
    denn ich sehe es als ganzes, als ein Teil das unsere Geselschafft eher zusammenschweissen würde und uns somit moralisch wieder ein Stück weiter nach vorne bringen könnte.

    Mfg

    1. Der erste Fehler ist ja schon mal anzunehmen, dass irgendjemand fordert, dass die Läden sonntags öffnen. Nicht mal die FDP macht dies. Der siebente Tag, an dem man ruhen soll, ist sicherlich gut gemeint, aber nicht zu wörtlich auszulegen. Sonst müsste man Tierparks, Kinos, Pizzalieferdienste, Sportveranstaltungen und viel mehr auch sonntags verbieten, da diese ja nicht lebensnotwendig sind!
      Mir geht es mehr darum, dass ein Verkäufer im Tankstellenshop an alle Kunden verkaufen darf und nicht renitente Kunden, die mit dem falschen Fahrzeug angekommen sind, mit viel Mühe abwimmeln muss.

  5. Wir beide werden nie auf einen Nenner kommen. 😉
    Natürlich verstehe ich auf eine gewisse art ihren Unmut über die derzeitige Regelung und zugegeben, dass ist wirklich ein wenig hirnrissig was dort geplant wurde. Fakt ist aber, dass durch eine Liberalisierung der Sonntagsschutz völlig ausgehöhlt wurde. Zwar bekomme ich Zuschläge für die Sonntagsarbeit, dennoch verweigere ich sie und überlasse diese den Kollegen die sich nicht viel aus ihrer Freizeit machen wollen.
    In der hinsicht bin ich halt ein sehr konservativer Mensch und wenn andere meinen Sonntags oder Nachts arbeiten zu wollen die mögen das auch gerne tun, aber per Gesetzesänderung und seitens des Arbeigebers mein ganzes Soziales Leben das ich mir in all den Jahren aufgebaut habe einfach aufzugeben, nen dass will ich nicht zulassen.
    Es wäre das gleiche wenn ihr Arbeitgeber mit neuen Regelungen kommen würde und sie somit aus ihrem Rythmus den sie sich angeeignet haben einfach rausgerissen werden.

    Ich habe einen Link gepostet den Sie vielleicht als Vorschlag an eine Partei übermitteln könnten, als gut gemeinte und ehrliche Hilfe meinerseits denn es ist auch nicht mein Ziel sie zu verärgern falls sie dies so aufnehmen solten. Sollten sie es so tun, dann möchte ich mich bei ihnen Entschuldigen und hoffe auf weitere sachliche Diskusionen.

    Mfg

    P.S. Der SPAM-Schutz ist gut gemeint, aber manchmal gibt er als Ergebnis Zahlen wie sechszehn an und manchmal achtzig zwei.
    Finde ich schon etwas kurios von der Schreibweise der Zahl ^^

  6. Ich bin gegen Sonntag- und Nachtarbeit, wenn sie vermeidbar ist und es sich nicht um Dienstleistungen handelt, die man auch verschieben kann. Da gibt es eine Menge Grenzfälle, statt dem armen Pizzabäcker eines Bringdienstes den Feierabend zu nehmen, könnte man ja selbst kochen. Dann müsste man Lokale aber streng genommen abends und am Sonntag auch schließen, aber was macht man dann mit Reisenden? Das kann man ohne ausufernde Bürokratie nie gescheit regeln. Und es ist auch immer die Frage erlaubt, ob der Pizzabäcker oder Verkäufer wirklich glücklicher ist, wenn er statt seines Nachtjobs gar keinen Job mehr hat. Also lasst doch die Dienstleistungen ohne größere zeitliche Einschränkungen zu!

    Wenn es um Unternehmen geht, die Leistungen erbringen, die nicht sofort benötigt werden (Beispiel: Programmierung, Fertigung), sollte Sonntags- und Nachtarbeit die absolute Ausnahme sein. Aber selbst das ist Theorie: Für kleine Firmen ist es oft existenzbedrohend, wenn sie Termine nicht schaffen, also müssen die Mitarbeiter auch mal nachts und am Sonntag ran. Nein, ich finde es nicht gut, aber es ist nicht immer vermeidbar. Die „guten“ Firmen zahlen dann wenigstens Prämien und bieten einen späteren Freizeitausgleich.

  7. Da stehen wir beide einmal gemeinsam auf einem Stand. Nur mit dem Unterschied, dass ich halt den Verkauf dort mit einbeziehe weil dieser in meinen Augen halt nicht Lebensnotwendig und auch verschiebbar/ planbar ist.
    In bestimmten Firmen kann es auch wie schon richtig bemerkt manchmal zu slchen Ausnahmefällen kommen. Dies kann z.b. durch eine inventur genauso in einem Geshäft geschehen wie ich aus eigener Erfahrung berichten kann. Leider ist es mit dem Freizitausgleich in anderen Branchen auch viel besser geregelt und leider gibt es sehr viele prekäre Arbeitsverhältnisse. Das betrifft nicht nur den Einzelhandel sondern auch Gastronomen, Taxiunternehmen etc.
    Viele Branchen haben aber halt den luxus eines Garantierten Wochenendes und ich z.b. dürfte auch shon Samstags bis 0 Uhr im Laden sein, Sonntags morgens um 2 erst zuhause, Sonntags dementsprechend lange geschlafen und Nachts konnte ich dann nicht mehr einschlafen und Montags ging dann um 4 Uhr wieder der Wecker weil ich die nächste Woche für Frühshicht eingeteilt war. Das kann man auf dauer ehrlich gesagt einfach nicht aushalten da man nicht mal den Sonntag sich richtig erholen bzw. nutzen kann.
    Wer diese Erfahrungen macht der weiss um die Heiligung des Sonntags und des Abends egal an welchem Werktag.
    Ausnahmen sind in Ordnung und etwas wie z.b. einen fest gelegten Tag der verlängert würde wäre ein annehmbarer Kompromis.
    Aber auf dauer ist es sehr ungesund in Nachtschichten zu arbeiten und dies wure mehrfach nachweislich bewiesen.
    Wie der Teufel so will kann ich leider momentan keine Quelle nennen, aber sollte ich den Bericht finden werde ich ihn der vollständigkeit halber hier nachtragen.

    Mfg

  8. Hier in Berlin gibt es wesentlich kundenfreundlichere Öffnungszeiten. Je nach Stadtteil und Bedarf der dortigen Bevölkerung machen die Läden auf, wie es für sie am besten ist. Bei mir sind die Supermärkte bis 22:00 oder 24:00 Uhr auf, und das hat mich, da ich oft bis 19:00 oder länger arbeite, oft schon abends „gerettet“, so dass ich mir noch etwas zu essen und trinken kaufen konnte. In den Abendstunden und samstags arbeiten in den Supermärkten dann überwiegend Studenten, für die das sicher eine angenehmere Verdienstmöglichkeit ist, als in einer Fabrik am Band zu stehen, oder putzen gehen zu müssen. Sonntags sind die normalen Supermärkte zu, aber in Bahnhöfen (z.B. Ostbahnhof, Hauptbahnhof) gibts auch große Supermärkte (Kaisers, Rewe, Lidl, Rossmann), die dann auch offen haben. Vergleichbar mit dem Münchner Flughafen, nur muss man dafür nicht so lange fahren. Als ich für ein gutes Jahr in München lebte, fühlte ich mich in die Steinzeit zurückversetzt. Nach der Arbeit war es oft viel Stress, noch wichtige Einkäufe zu machen, oder ich musste ebend mit knurrenden Magen ins Bett. Die bayerischen Ladenöffnungszeiten sind definitiv für Singles nicht geeignet. Es gibt heutzutage einfach immer weniger die klassiche Hausfrau, die tagsüber einkaufen gehen kann, das sollte der Gesetzgeber berücksichtigen.

  9. Hat schon jemand einmal daran gedacht, wie viele Berufsgruppen am Sonntag arbeiten müssen. Taxifahrer, Zollbeamte, Krankenschwestern, Ärzte, Apotheker, die Notdienst haben, Flugpersonal, Piloten, Tourismusangestellte, Köche, Kochhilfen, Hotelangestellte, Kellner, Pflegepersonal, Polizeibeamte, Museumsangestellte, Tierparkangestellte, Tankstellenangestellte, Busfahrer, Zugschaffner, Bahnhofangestellte, Bademeister, Pfarrer, Winzer und sogar Bauern, die nur bei schönen Wetter mähen können und die Kühe täglich melken müssen. Bestimmt habe ich nicht alle aufgezählt. Und da soll es verboten sein, als Verkäufer freiwillig (keiner wird gezwungen) am Sonntag arbeiten zu dürfen? Es gibt wirklich wichtigeres was der Gesetzgeber zu tun hat. Also bitte keine Bevormundung der Bürger.

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