Wahlkampf geht in die heiße Phase – doch wo ist das Thema Ladenschluss?

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Impressionen vom Landtagswahlkampf in Bayern © Hauk Medien Archiv, Alexander Hauk, www.bayernnachrichten.de / Pixelio

Die Wahlkampfmaschine der Parteien für die bayerische Landtagswahl am 28. September 2008 läuft nun auf Hochtouren. Leider spielt der Ladenschluss so gut wie keine Rolle. Selbst bei der bayerischen FDP, bei der man noch mit am ehesten erwarten könnte, dass sie sich um die Interessen der Ladeninhaber und der Konsumenten kümmern würde, die beide mehr Freiheiten möchten, ist das Thema kaum existent.

Die Suchmaschine der Bayern-FDP-Website spuckt zum Thema „Ladenschluss“ ein mageres Trefferchen aus:

Die bayerische FDP will ein einfaches und unbürokratisches bayerisches Ladenschlussgesetz mit dem Ziel, dass werktags jeder Unternehmer selbst über die Öffnungszeiten entscheiden kann und an den Sonn- und Feiertagen die Entscheidung über die Öffnungszeiten auf die Kommunen übertragen wird.

Nun ja, das wäre ja eine diskutable Basis. Leider biedert sich die Bayern-FDP weit stärker beim bayerischen Raucher an. Hier glaubt man offenbar, mit einem sehr ungewöhnlichem Freiheitsbegriff – der Freiheit, in Lokalen eine Zigarette anzünden zu dürfen – mehr Wähler für die bayerischen Liberalen begeistern zu können.

Die CSU macht es sich besonders einfach. Die Website der CSU kennt keinen der Begriffe „Ladenschluss“, „Ladenschlussgesetz“ oder „Ladenöffnungszeiten“. So als hätte es das Versprechen der CSU, den Ladenschluss noch einmal anzugehen, nie gegeben.